Diagnostik und Therapie

In der linguistischen Aphasietherapie orientieren wir uns am jeweils aktuellen Wissen über das Sprachsystem, das von den Kognitiven Wissenschaften erforscht wird. Anhand von Modellen wird versucht, die jeweiligen Störungen, die bei einer Aphasie auftreten, zu beschreiben und zu erklären und daraus Ansatzpunkte für therapeutisches Handeln abzuleiten. Grundlage der Therapie ist jeweils eine möglichst differenzierte Diagnostik mithilfe standardisierter, modellorientierter oder verlaufsbezogener Testverfahren. Die Therapie wird dann sehr individuell auf jeden Einzelfall zugeschnitten. Aphasietherapie wird oftmals über lange Zeiträume benötigt. Zunächst sollten rehabilitative (stationäre und/oder teilstationäre) Maßnahmen ausgeschöpft werden. Daran sollte in der Regel eine hochfrequente ambulante Therapie anschließen. Später können Intervalltherapie oder niederfrequente Therapie sinnvoll sein. Die Therapiefrequenz im konkreten Fall variiert also in Abhängigkeit vom Krankheitsstadium und vom Genesungsverlauf. Die Therapie findet in der Regel als Einzeltherapie statt. Wichtig ist eine langfristige Begleitung der Aphasiepatienten und ihrer Angehörigen, die intensive Beratung einschließt, damit die Betroffenen lernen, mit der Aphasie zu leben und wiedererlangte Fähigkeiten anzuwenden.

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