Orientierung: Home | Vom Schnee

Die Bücher

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Vom Schnee Johannes Kepler, Franz Kafka, Ödön von Horváth, Wolfgang Borchert, Robert Walser Hofheim am Taunus 2018
Ludwig Wittgenstein Tractatus logico-philosophicus
Hofheim 2017
Pierre Reverdy
Bruits du Soir (Geräusche des Abends)
Hofheim 2016
Franz Kafka
In der Strafkolonie
Hofheim 2015
Jacques Hamelink/Igor Strawinsky Brandopfer am Sonntag/Le sacre du printemps Hofheim 2014
Henri Michaux
La nuit remue
Hofheim 2013/14
Arkadi und Boris Strugatzki
Picknick am Wegesrand
Hofheim 2012
Charles Baudelaire
Les Fleurs du Mal
Hofheim 2011
Eugène Ionesco
Die Stühle
Hofheim 2009
Paul Valéry - La soirée avec Monsieur Teste Paul Valéry
La soirée avec Monsieur Teste Hofheim 2006
Rimbaud - Das trunkene Schiff Jean-Arthur Rimbaud
Das trunkene Schiff
Hofheim 1994
Camus - Der Mythos von Sisyphos Albert Camus
Der Mythos von Sisyphos
Hofheim 1995
Kafka - Das Urteil Franz Kafka
Das Urteil
Hofheim 1996
Samuel Beckett
Residua
Hofheim 1997
Ionesco - Der Schlamm Eugène Ionesco
Der Schlamm
Hofheim 1999
Vian - Die Ameisen Boris Vian
Die Ameisen
Hofheim 2000
Duras - L'homme assis dans le couloir
Marguerite Duras
L'homme assis dans le couloir
Hofheim 2003

Vom Schnee
Johannes Kepler, Franz Kafka, Ödön von Horváth, Wolfgang Borchert, Robert Walser
Hofheim am Taunus 2018

Vom Schnee; Johannes Kepler, Franz Kafka, Ödön von Horváth, Wolfgang Borchert, Robert Walser; Hofheim 2018 Getreue Reproduktion des Malerbuches „Vom Schnee“ von Kai Pfankuch (2018) im Größenverhältnis 3 : 4; mit 44 Zeichnungen von Kai Pfankuch (davon 9 doppelseitig); Format 21 x 29 cm; 120 Seiten; Digitaldruck auf 130 g/qm Munken Polar; Fadenheftung; Auflage insgesamt 20 nummerierte und signierte Exemplare. Ausgabe A (Vorzugsausgabe, Nummern 1 - 5): Ganzleinen mit Rückenprägung, einer originalen Vignette auf der vorderen Buchdecke und einer beigefügten Originalzeichnung von Kai Pfankuch; Preis 170,- Euro Ausgabe B (Nummern 6 - 20): Halbleinen mit Rückenprägung; Preis 95,- Euro

Der ausgewählte Kepler-Text ist eine Neujahrsschrift für seinen Freund Wacker von Wackenfels, Hofrat von Kaiser Rudolf II., dem er ein Nichts, das doch ein wenig ein Etwas ist, schenken möchte, da dieser, wie er schreibt, das Nichts liebe. Nicht um seines geringen Wertes willen, sondern wegen des Spiels, das man damit treiben könne. So kommt Kepler auf die Schneeflocke, deren sechseckiger Gestalt er in vielerlei Analogien in der Natur nachspürt und die er dadurch zu ergründen sucht. Neben der von ihm als göttlich aufgefaßten Geometrie (z. B. die Platonischen Körper, der Goldene Schnitt) sind Bienenwaben, Granatapfelkerne, Blütengestalt, Kristallstrukturen und nicht zuletzt die möglichen Kugelschichtungen (Keplersche Vermutung) Gegenstand seines wissenschaftlichen Interesses, das in diesem Zusammenhang implizit um den Begriff der Unendlichkeit kreist. Die dazugehörigen Illustrationen, die den Bogen zur heutigen Schneekristallforschung bis hin zur Computersimulation schlagen, sind im Original auf Zwischenlagen aus einem handgeschöpten Chinapapier gezeichnet. Zeichenmittel hierbei waren Tuschestift, Pinsel, Buntstift und Aquarellfarben.

Die theoretische Durchdringung der Schneekristallgestalt ist durch vier literarische Texte, die sich mit dem von Kepler seitenweise verschränken, ergänzt. Sie repräsentieren die empirische Seite, die verschiedenen Erscheinungsformen von Schnee in seiner poetischen Wahrnehmung. Die vier Texte (Franz Kafka, 1. Kapitel von „Das Schloß“; Ödön von Horváth, letztes Kapitel von „Ein Kind unserer Zeit“; Wolfgang Borchert, „Der viele viele Schnee“; Robert Walser, „Schneien“) sind in unkonventioneller Weise vertikal, aufgelöst in Silben, geschrieben – gleichsam dem rieselnden Schnee nachempfunden. Von den sich unmittelbar auf den Inhalt der literarischen Texte beziehenden Illustrationen heben sich die malerischen Doppelseiten thematisch ab, bilden eine eigene Ebene. Alle diese Zeichnungen sind im Original mit Pinsel, japanischer Reibetusche und Aquarellfarben durchgeführt.


Seiten aus dem Band:

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